Wettbewerbsfähigkeit – Nicht nur mehr des Selben

Schon früher existierte die Grundproblematik des manchmal ungünstigen Verhältnisses zwischen Arbeitseinsatz und Arbeitsergebnis. Es galt wie auch heute, knappe Ressourcen optimal einzusetzen und zu vernetzen, um die Unternehmensziele zu erreichen. So wurden Spezialisierungen innerhalb der einzelnen Prozesse geschaffen, so dass Mitarbeiter sich auf den von Ihnen zu bearbeitenden Teil der Aufgabe konzentrieren können, was rational betrachtet perfekt wirkt und auch weiterhin wichtig ist. Wo ist also das Problem?

Kompliziert wird es dadurch, dass heute nicht mehr nur technisch – organisatorische Aspekte im Vordergrund stehen, sondern der Kundennutzen. Das war eigentlich schon immer so, wurde aber gedanklich schon oft – sagen wir mal – intern um priorisiert. Das Wirtschaftsleben hat sich seit damals stetig gewandelt. Unternehmen müssen heute im globalen Markt bestehen und sehen sich tendenziell unvorhersehbaren Wettbewerbsbedingungen gegenüber. Es geht nicht mehr allein darum, die Produktivität zu erhöhen, sondern es geht um Wandlungsfähigkeit, Innovationen und immer neue Formen der Kooperation.

Die heute für Unternehmen überlebenswichtige Flexibilität hängt dabei von den im Unternehmen arbeitenden Menschen ab. Dazu ist unternehmensübergreifende Vernetzung gedanklicher und operativer Arbeit gefordert, was durch Spezialisierung und „Abteilungsdenken“ eher eingeschränkt wird. Voraussetzung dafür ist auch höhere Motivation und Kooperationsbereitschaft, es ist sogar die erfolgskritische Ressource. Nur wie lässt sich dies erreichen?

Zunächst erfordert es ein Umdenken und eine veränderte Haltung in der Zusammenarbeit. Mitarbeiter brauchen Freiräume, um dieses vernetzte Arbeiten und die Bewältigung komplexerer Aufgaben leisten zu können. Gleichzeitig sind bei dieser Form des Arbeitens externe Anreize nicht mehr so eindeutig wie in einem Produktionsprozess mit der Leistung verknüpfbar, da beispielsweise gedankliche Leistungsanteile nicht direkt messbar sind. Es brauchte also neue, vertrauensvolle Ansätze, um die Motivation und Bereitschaft zu bestmöglicher Arbeitsleistung zu fördern.

Hier ist besonders die Führung gefordert, sich auf den veränderten Umgang und Dialog mit den Mitarbeitern einzustellen. Gezielte Organisationsentwicklung kann genau hier unterstützen, indem die Voraussetzungen zu neuen Formen der Zusammenarbeit und „Empowerment“ aller Mitarbeiter gezielt erarbeitet werden. Es geht im Gegensatz zu reinem Management von Veränderungen um die proaktive und beteiligungsorientierte Gestaltung zukünftigen Arbeitens – zum Erhalt und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Wettbewerbsfähigkeit – Nicht nur mehr des Selben
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