Existenzgründer: No risk, no fun

DSC00019

Das eigene Unternehmen, sich frei und unabhängig der eigenen Sache widmen: der Traum! Gedanken darüber, was alles schiefgehen kann: der Alptraum! Muss man sich jetzt da auch noch mit auseinandersetzen, wo es doch genug zu tun gibt um das Geschäft in Schwung zu bringen?
Wer nicht wagt, gewinnt nicht. Wer nachdenkt und abwägt, gewinnt langfristig mehr.
Jede Tätigkeit ist mit einem gewissen Risiko verbunden. So ist nun einmal die Sachlage. Es gibt allerdings Risiken, die man durch den richtigen Umgang von Anfang an minimieren kann. Die Rede ist von verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln und betrieblicher Absicherung als Gründer im Mittelstand.

Das Thema Versicherungen löst meist eine wegwerfende Handbewegung aus. Die beste Vorsorge besteht im umsichtigen Umgang bei der Ausübung der Tätigkeit. Niemand wird vorsätzlich einen Schaden herbeiführen, aber dieser kann auch wider bestem Wissen und Gewissen oder äußere Umstände entstehen. Das kann teuer werden und Reserven oder schlimmstenfalls Liquidität kosten.

Nun richtet sich der Bedarf an betrieblicher Absicherung nach der Art des Unternehmens:
Freiberufliche Tätigkeit in Projekten oder beim Kunden? Eigenes Ladenlokal mit Laufkundschaft? Betriebsstätte mit Maschinen und Fuhrpark? Beratung in Finanzfragen? Jede Tätigkeit hat andere Risiken. Kommen noch Geschäftsräume hinzu, gibt es weitere Notwendigkeiten. Es reicht, sich die Abläufe vor Augen zu führen. Was kann überhaupt passieren? Qualität geht hier vor Quantität: nicht Hauptsache viele Versicherungen, sondern die richtigen.

Die Ausgabe „Gründerzeiten 05/2014“ vom Bundesministerium bietet eine gute Übersicht zum Thema. Hier sind die unterschiedlichen betrieblichen Versicherungen kurz beschrieben, eine Beratung vom Fachmann und der Vergleich der Leistungen und Prämien sind in jedem Fall empfehlenswert.

Als Unternehmer selbst ist man zur Absicherung sogar verpflichtet. Dies betrifft die Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie die soziale Pflegeversicherung (1). Die Arbeitslosenversicherung ist sinnvoll, aber freiwillig.
Auch hier lohnt sich die dezidierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Der beste Schutz des Unternehmers ist allerdings die Gesundheitsprävention und ein mindestens genauso verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Leistungskraft – damit sich das eigene Unternehmen und die persönliche Zufriedenheit traumhaft weiterentwickeln.

 


(1)   Sozialgesetzbuch (SGB) Viertes Buch (IV) – Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung – (Artikel I des Gesetzes vom 23. Dezember 1976, BGBl. I S. 3845)
§ 1 Sachlicher Geltungsbereich

 

Existenzgründer: No risk, no fun
Markiert in: